So funktioniert ein RAG-System
Dokumente werden eingelesen, sinnvoll aufgeteilt und in einem Suchindex abgelegt. Bei einer Frage ermittelt das System passende Textstellen und übergibt sie zusammen mit der Anfrage an das Modell. Eine Referenzarchitektur von Google Cloud trennt dabei Datenaufnahme und Bereitstellung klar voneinander.
Datenqualität bestimmt Antwortqualität
Doppelte, veraltete oder widersprüchliche Dokumente führen zu schlechten Ergebnissen. Verantwortlichkeiten, Freigabestatus, Metadaten und Löschregeln sind deshalb ebenso wichtig wie Embeddings oder Vektordatenbanken.
Quellen und Unsicherheit sichtbar machen
Gute Wissensassistenten zeigen, auf welchen Dokumenten eine Antwort beruht. Wenn keine passende Quelle gefunden wurde, sollte das System dies offen sagen, anstatt eine plausible Antwort zu erfinden.
Berechtigungen nicht umgehen
Ein gemeinsamer Suchindex darf keine vertraulichen Inhalte an unberechtigte Nutzer ausgeben. Zugriffskontrollen müssen vor der Suche oder beim Filtern der Ergebnisse durchgesetzt werden. Besonders bei Personal-, Vertrags- und Kundendaten ist eine saubere Trennung unverzichtbar.
Geeignete Anwendungsfälle
RAG eignet sich für interne Handbücher, technische Dokumentation, Produktwissen, Richtlinien, Supportwissen und projektbezogene Archive. Für hochdynamische Transaktionsdaten ist häufig eine direkte API- oder Datenbankabfrage die bessere Ergänzung.
Hinweis: Inhalte zu Datenschutz und EU AI Act dienen der allgemeinen Orientierung und sind keine Rechtsberatung.

