H-Cyber AI-Ratgeber · 1. September 2026

Datenschutz und Sicherheit bei KI-Projekten im Unternehmen

Datenschutz bei KI beginnt nicht mit einem Hinweis im Footer. Entscheidend ist, welche Daten für welchen Zweck verarbeitet werden, wohin sie übertragen werden und wie lange sie gespeichert bleiben.

Dateninventar vor dem Prototyp

Teams sollten auflisten, welche Eingaben, Dokumente, Metadaten und Ausgaben verarbeitet werden. Personenbezogene, vertrauliche und besonders sensible Daten benötigen eine gesonderte Bewertung.

Datenminimierung technisch umsetzen

Nicht benötigte Felder können vor dem Modellaufruf entfernt oder pseudonymisiert werden. Wissensquellen lassen sich nach Rollen filtern. Protokolle sollten keine vollständigen vertraulichen Inhalte sammeln, wenn aggregierte Kennzahlen ausreichen.

Anbieter und Datenflüsse prüfen

Wichtige Fragen betreffen Speicherort, Unterauftragsverarbeiter, Trainingsnutzung, Löschfristen, Verschlüsselung und Vertragsgrundlage. Diese Entscheidungen gehören in die Architektur und nicht erst in die Abnahme.

Prompt Injection und übermäßige Rechte

Wenn ein Assistent externe Inhalte liest oder Werkzeuge verwendet, können manipulierte Texte sein Verhalten beeinflussen. Eingaben gelten deshalb als nicht vertrauenswürdig. Tool-Zugriffe werden begrenzt, validiert und bei kritischen Aktionen bestätigt.

Betrieb: Protokollieren, prüfen, löschen

Nach dem Launch braucht es Verantwortliche für Zugriffe, Vorfälle, Modelländerungen, Datenlöschung und regelmäßige Tests. Sicherheit ist ein laufender Prozess, kein einmaliges Projektmerkmal.

Hinweis: Inhalte zu Datenschutz und EU AI Act dienen der allgemeinen Orientierung und sind keine Rechtsberatung.